1. TAE - Dose

Beschreibung

Die 1. TAE-Dose (TAE = Teilnehmer Anschluss Einheit) wird vom Netzbetreiber (T-Com, Arcor, Stadtnetzbetreiber, etc.) im Rahmen der Anschlussgebühren kostenfrei in den Räumen des Endkunden installiert. Sie ist der Übergabepunkt zum Endkunden und gehört dem Netzbetreiber.

Es gibt unterschiedliche Arten von TAE-Dosen. Die geläufigste ist in der folgenden Abbildung (links: geschlossen, rechts: geöffnet) dargestellt und zeigt eine TAE-Dose in der Bauart "Aufputz" mit NFN-Belegung. Es können daran ein analoges Fernsprechgerät (daher die Abkürzung "F") und 2 Nebengeräte (daher "N") wie beispielsweise Anrufbeantworter, Modem oder Faxgerät gleichzeitig angeschlossen werden.

Ansicht einer geschlossenen 1. TAE-Dose mit NFN Belegung - Klicken für eine detailliertere Ansicht! Ansicht einer geöffneten, nicht angeschlossenen TAE-Dose mit NFN Belegung - Klicken für eine detailliertere Ansicht!
geschlossene Dose geöffnete, nicht angeschlossene Dose

Die 1. TAE-Dose ist vom Netzbetreiber in der Regel mit Telefon-Verlegekabel mit unterschiedlichen Ringmarkierungen (so genanntes J-YY Kabel) angeschlossen. Dies ist links in der folgenden Abbildung sehen.

Dabei sind an der Schraubleiste, die rechts in der Abbildung schematisch dargestellt ist, die Kontakte 1 (= a) und 2 (= b) angeschlossen. Im Regelfall ist die Ader a einfarbig, während die Ader b mit einem regelmäßig wiederkehrenden schwarzen Ring gekennzeichnet ist. Wenn J-Y(St)Y Kabel verwendet wird, dann sind die Kontakte wie in der schematischen Darstellung mit 1 (= a = rot) und 2 (= b = schwarz) belegt.

Geöffnete, mit J-YY Verlegekabel angeschlossene TAE-Dose mit NFN Belegung - Klicken für eine detailliertere Ansicht! Schematische Darstellung der Belegung der Schraubleiste einer TAE-Dose
angeschlossene Dose Belegung der Schraubleiste (schematisch)

Möglichkeiten zur Verlängerung bzw. Verlegung

Oben in der allgemeinen Beschreibung wurde bereits erläutert, dass die 1. TAE-Dose dem Netzbetreiber gehört. Dies hat rechtlich zur Folge, dass die Dose nicht vom Endkunden verlegt werden darf. Eine Verlegung der Dose ist aber gar nicht nötig. Mit geeignetem Telefon-Verlegekabel können problemlos eine oder mehrere TAE-Dosen an die 1. TAE-Dose angeklemmt werden.

Normgerechte Verlängerung mit zusätzlicher TAE-Dose

Dazu sind die Kontakte 5 und 6 der Schraubleiste vorgesehen, an die ein Adernpaar (bei J-Y(St)Y Kabel: 5 = b2 = schwarz und 6 = a2 = rot) angeschraubt und zur nächsten TAE-Dose an einer geeigneteren bzw. zugänglicheren Stelle geführt werden kann. Dort kann dann die TAE-Dose je nach Bauart (Aufputz bzw. Unterputz) montiert und normgerecht angeklemmt werden (bei J-Y(St)Y Kabel: 1 = a = rot und 2 = b = schwarz). In der folgenden Abbildung ist die Verkabelung schematisch dargestellt.

Anschluss einer weiteren TAE-Dose an die 1. TAE-Dose über die Kontakte 5 und 6 der Schraubleiste - Schematische Darstellung

Diese Art der Verlängerung ist problemlos auch mit weiteren TAE-Dosen möglich. Sobald allerdings ein Anschlussstecker für ein Telefon (so genannter F-Stecker) in eine Dose gesteckt wird, funktionieren alle Dosen hinter der gerade beschriebenen Dose nicht mehr. Ein eingehender Anruf wird ebenfalls nur an der ersten Dose (von der 1. TAE-Dose aus betrachtet) mit eingestecktem Telefon signalisiert.

Die gerade beschriebene Methode ist vor allem dort sinnvoll, wo die 1. TAE-Dose räumlich weit vom geplanten Einsatzort beispielsweise eines ADSL-Modems oder einer ISDN-Telefonanlage entfernt ist.

Parallelschaltung mit zusätzlicher TAE-Dose

Diese Methode ist nicht normgerecht. Da sie aber in vielen privaten Haushalten anzutreffen ist, wird sie hier kurz vorgestellt.

Eine zweite TAE-Dose wird dazu einfach in 1:1 Belegung an die 1. TAE-Dose angeklemmt (bei J-Y(St)Y Kabel: 1 = a = rot und 2 = b = schwarz bei beiden Dosen). Sinnvoll ist eine solche Parallelschaltung nur, wenn 2 Telefone gleichzeitig läuten sollen (z.B. bei 2 weit entfernten Räumen wie Wohnzimmer und Bastelkeller).

Bei einer Parallelschaltung sind folgende Punkte zu beachten:

  • Das Mithören von Gesprächen wird ermöglicht.
  • Wenn DSL aufgeschaltet ist, darf eine solche Parallelschaltung erst nach dem Splitter erfolgen.

Im Regelfall kann die gerade beschriebene Parallelschaltung durch den Betrieb eines schnurlosen DECT-Telefons mit mehreren an einer Basis angemeldeten Endgeräten umgangen werden. Der Einsatz einer ISDN-Telefonanlage mit mehreren Analoganschlüssen (so genannte "a/b-Ports") macht diese Art der Schaltung ebenfalls überflüssig.